Historie

Eine mehr als 160 Jahre alte Tradition im Paderborner Land
Die Geschichte eines Husaren-Regiments
der kaiserlichen Armee, das unter dem Namen "8. Husaren" oder auch "Blaue Paderborner Husaren" bekannt gewordene Regiment wurde 1815 bei Lüttich formiert und zog nach wechselnden Einquartierungen 1851 in die Standorte Paderborn, Neuhaus, Wiedenbrück und Lippstadt ein. 

Husaren beim Einzug in Schloß Neuhaus

Von 1858 bis zu seiner Auflösung im Jahre 1919 war das gesamte Regiment in Paderborn/Neuhaus stationiert. Nach den bayrischen Königen Maximilian II. und Ludwig II. wurde 1889 der russische Zar Nikolaus II. für den Ehrentitel "Chef des Regiments" gewonnen, was er bis zu seinem Thronverlust 1917 blieb. Während dieser Zeit war die offizielle Bezeichnung des Regiments "Husarenregiment Kaiser Nikolaus II. von Rußland (1. Westfälisches) Nr. 8".

In ihrer 68-jährigen Garnisonszeit in Paderborn/Neuhaus haben die "8. Husaren" das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Gefüge dieser Orte entscheidend mitgeprägt. Großen Anteil daran hat sicher auch das hervorragende Trompeterkorps gehabt, welches das Regiment im Manöver, beim Exerzieren oder bei feierlichen Anlässen begleitete und darüber hinaus die Bevölkerung mit Konzerten erfreute.

Unter seinem letzten Musikmeister Hugo Gerlach waren Musiker der "8. Husaren" noch bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts bei Festen in und um Paderborn gern gesehen.